Martin Kern 1899 -1985                                                            Alfred Kern 1869 - 1930                                                                     Anton Kern 1839 - 1886

Die Familie Kern

Die Kerns dieser Linie sind zuerst im Raum Bischdorf / Löbau / Zittau nachgewiesen, im heutigen Freistaat Sachsen also, unmittelbar an der Grenze zu Polen und Böhmen, heute Tschechien. Der älteste nachweisbare Kern ist 1693 in Bischdorf verstorben. Der Eintrag lautet "der sehr alte Christoph Kern".  Wenn man annimmt, dass damals "sehr alt" etwa 65 Jahre bedeutete, kann man das Geburtsjahr auf etwa 1628 ansetzen. Die Kirchbücher der Gemeinde Bischdorf enden im Jahr 1664. Christoph Kern ist also vor 1664 nach Bischdorf zugewandert. Es gibt stichhaltige Hinweise, dass er aus Bellmansdorf / Schlesien im heutigen Polen, vermutlich der Liebe wegen, nach Westen zog. Die Entfernung zwischen den beiden Orten sind knapp 20 km, das war wohl ein üblicher Aktionsradius für Kirmes etc. Der Nachweis der Herkunft aus Bellmannsdorf wird schwierig sein, denn die Kirchbücher aus der deutschen Zeit und erst recht die evangelischen sind weitestgehend verschollen.

Der Überlieferung nach kamen die Kerns als Folge ihres Übertrittes zur Reformation vom Prager Hof, wo sie der Sage nach ein besseres Amt in den Marställen ausübten, über das Erzgebirge nach Sachsen. Sie lebten in der Gegend bis Ende des 18. Jahrhunderts als Bauersleute, Kirchenväter und Gerichtsleute .

Mit dem ersten Handwerker (Huf- und Waffenschmied) wanderte die Familie nach Westen, nach Gera in Thüringen. Dort entwickelte mein Urgroßvater Anton Kern den ersten feuersicheren Geldschrank und gründete eine entsprechende Firma, die bis etwa 1913 / 14 bestand.

Einer seiner Brüder, CARL Gottlob Kern, * 20.04.1845 in Gera, wanderte 1866 in die USA aus, wo er am 10.09.1866 von der "Hermann" in New York an Land ging. 

Carl G. Kern

Von Gera aus zogen die Kerns, mittlerweile fast alle in technischen Berufen, über Magdeburg nach Brandenburg, wo Großvater Alfred Kern eine leitende Position bei den Brennabor Fahrradwerken innehatte. Seine Söhne, mein Vater und mein Onkel, ergriffen einen kaufmännischen Beruf (Banker) bzw. studierten (Chemiker).

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